Die Bedeutung von sauberem Wasser in der Krisenvorsorge

Sauberes Wasser: Dein Lebensretter im Krisenfall

Wasser ist essentiell für unser Überleben. Erkenne mögliche Gefahren, die im Trinkwasser lauern und lerne wie du verunreinigtes Wasser aufbereitest.

In Mitteleuropa ist die Versorgung mit Wasser sehr stabil und auf hohem Niveau. Störungen kommen äußerst selten vor.

Wir müssen uns in der Regel keine Gedanken über die Wasserqualität machen. Wir verlassen uns darauf, dass zu jeder Zeit sauberes Trinkwasser aus unseren Leitungen kommt.

Doch was passiert, wenn es doch mal zu Problemen oder Ausfällen in der Wasserversorgung kommt? 

Wie kannst du verunreinigtes Wasser aufbereiten, um es trinken zu können? 

Welche Gefahren lauern überhaupt immer Wasser und worauf musst du beim Anlegen eines Notvorrats achten?

Das sind einige der Fragen, die wir in diesem Artikel beantworten werden. Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens und damit auch die Basis deiner Krisenvorsorge.

Das passiert bei einem Mangel an sauberem Trinkwasser

Die Auswirkungen von fehlendem Wasser sind dramatisch. 

Bereits nach wenigen Stunden ohne Wasser zeigt unser Körper erste Alarmsignale. Kopfschmerzen, verminderte mentale und physische Leistungsfähigkeit bis hin zu Verdauungsproblemen sind die ersten Anzeichen.

Als Richtschnur kannst du dir merken, dass gesunde erwachsene Menschen ungefähr drei bis maximal vier Tage ohne Wasser auskommen können.

Bei Kleinkindern, älteren oder kranken Menschen wird es schon nach kurzer Zeit kritisch. Bereits nach einem Tag können gravierende gesundheitliche Probleme auftreten.

Aus diesem Grund empfehlen wir dringend, dass du dich mit diesem Notszenario auseinandersetzt. Eine gute Vorbereitung hilft dir und deiner Familie solche Krisensituationen unbeschadet zu überstehen.

Für uns sind zwei Punkte ganz wesentlich:

  1. Das Wissen darüber, welche Gefahren im Wasser lauern können und wie du damit umgehst.
  2. Der Aufbau eines ausreichend großen Notvorrats an Trink- und Brauchwasser.

Warum es zu Störungen in der Wasserversorgung kommen kann?

Es gibt einige Gründe, warum es zu Zwischenfällen in der Wasserversorgung kommen kann. Sehen wir uns diese genauer an.

Naturkatastrophen

Die Infrastruktur kann durch Überschwemmungen oder Erdbeben geschädigt werden. Für eine bestimmte Zeit können Haushalte nicht mehr mit Wasser versorgt werden.

Langanhaltende Dürreperioden mit einem Absinken des Grundwasserspiegels können ebenfalls zu einem Mangel an sauberem Trinkwasser führen.

Durch den Klimawandel werden Expert:innen zu Folge solche extremen Wetterphänomene zunehmen.

Technische Störungen

Sowohl bei der Aufbereitung als auch beim Transport des Wassers können technische Gebrechen auftreten. Diese Systeme sind umfangreich und komplex. Defekte oder Störungen sind nicht auszuschließen.

Die Folgen sind verunreinigtes Wassers oder gar kein Wasser, dass bei uns in den Haushalten ankommt.

Neben technischen Problemen in den Wasserwerken können auch bei dir im Haus oder der Wohnung Gebrechen wie ein Rohrbruch dazu führen, dass du vorübergehend kein Wasser mehr hast.

Blackout

Ohne Strom bricht die für uns gewohnte Wasserversorgung zusammen. In der jüngsten Vergangenheit haben daher viele Wasserversorger ihre Notstromversorgung aufgerüstet.

Wir empfehlen, bei deinem regionalen Wasserversorger nachzufragen, wie lange du im Falle eines Blackouts mit sauberem Leitungswasser rechnen kannst. So erlangst du in diesem Punkt Klarheit und kannst diese Erkenntnisse in deine Planungen einfließen lassen.

Welche Gefahren lauern im Trinkwasser?

Bei Störungen in der Wasserversorgung kann es notwendig werden, dass du das Leitungswasser selbst reinigen und aufbereiten musst. Selbiges gilt, wenn du in der freien Natur unterwegs bist und auf natürliche Wasserquellen angewiesen bist.

Trinkst du verunreinigtes Wasser ist das in der Regel gesundheitsschädigend. In vielen Fällen werden eher harmlose Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Gerade in Krisensituationen musst du unbedingt leistungsfähig bleiben.

Es sind aber auch schwerwiegende Erkrankungen möglich wie schwere Lungenentzündungen, Hepatitis A oder Kinderlähmung (Polio).

Generell sind Menschen mit schwachem Immunsystem, ältere Menschen und Kleinkinder besonders anfällig und gefährdet.

Wir sehen es als besonders wichtig an, dass dir bewusst ist, dass Wasser auf vielfältige Weise verunreinigt sein kann. Das können Schwebstoffe, Bakterien, Viren, Chemikalien oder Schwermetalle sein.

Das Schwierige daran ist, dass viele der Verunreinigungen mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind.

Es gibt aber Symptome, auf die du achten kannst: Das Wasser muss klar sein, keinen Geruch haben und keinen Geschmack aufweisen.

Bedenke bei der Suche nach Wasser, dass die Wasserqualität in einem fließenden Gewässer z. B. einem Bach oder einem Fluss in Regel besser ist als in einem stehenden Gewässer.

Mehr dazu erfährst du hier: Verunreinigtes Wasser: Diese heimtückischen Gefahren musst du kennen.

So kannst du belastetes Wasser reinigen und aufbereiten

Damit du belastetes Wasser trinken kannst, muss es entsprechend gereinigt und aufbereitet werden.

Dazu empfehlen wir eine zweistufige Vorgehensweise bestehend aus einem Outdoor-Wasserfilter und Wasseraufbereitungstabletten.

Im ersten Schritt filterst du das Wasser mit einem Wasserfilter. Abhängig vom verwendeten Modell können gewisse schädliche Stoffe aber noch im Wasser verbleiben. Vor allem Viren rutschen aufgrund ihrer winzigen Größen meist durch.

Daher raten wir dir, dass bereits gefilterte Wasser zusätzlich mit Wasseraufbereitungstabletten wie Micropur Forte zu desinfizieren. So tötest du alle noch im Wasser vorhandenen Keime und Viren ab.

Alternativ dazu kannst du das Wasser abkochen, um es zu desinfizieren. Lasse das Wasser dabei mindestens fünf Minuten bei Siedetemperatur kochen, um alle Viren und Mikroorganismen abzutöten.

Ein Restrisiko bleibt aber dennoch bestehen. Vor allem chemische Verunreinigungen und Schwermetalle können im Trinkwasser verbleiben.

Mehr dazu kannst du hier nachlesen: Outdoor-Wasserfilter: So trinkst du unterwegs immer sauberes Wasser.

Lege dir einen Notvorrat an sauberem Wasser an

Wir raten dir, immer eine gewisse Menge an sauberem Trinkwasser zu bevorraten. Wasser ist absolut lebenswichtig.

Ein ausreichend großer Vorrat an Wasser ist das Fundament jeder Krisenvorsorge.

Diese Menge an Wasser benötigst du

Wir empfehlen den Notvorrat für Wasser so groß zu dimensionieren, dass du zumindest 14 Tage lang damit auskommst. Je mehr du bevorraten kannst desto besser ist es natürlich.

Pro Person musst du mit drei Litern Trinkwasser pro Tag kalkulieren. Damit deckst du die täglich erforderliche Menge an Flüssigkeit ab. So bleibst du gesund und erhältst dein Leistungsniveau. In Notsituationen ist das unabdingbar.

Denke bei der Planung auch an deine Haustiere. Ebenfalls musst du für Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie z. B. kranke Menschen, möglicherweise mehr einplanen.

Kanister müssen für die Aufbewahrung von Wasser geeignet sein, d.h. BPA-frei und lebensmittelecht.

Mineralwasser oder Leitungswasser?

Du kannst grundsätzlich fertig abgepacktes Mineralwasser bevorraten oder selbst dein Leitungswasser abfüllen und einlagern.

Sehen wir uns die beiden Varianten näher an.

Abgepacktes Mineralwasser

Die wohl einfachste Variante ist, fertig abgepacktes Mineralwasser zu kaufen und einzulagern. Dabei kannst du dir sicher sein, dass alle Qualitätsrichtlinien erfüllt werden. Und musst auf nichts weiter achten.

Bei der Verwendung von Plastikflaschen musst du auf das Mindesthaltbarkeitsdatum schauen. Vor allem bei den Einweg-Plastikflaschen tritt mit der Zeit eine Veränderung des Geschmacks auf. Trinken kannst du das Wasser dennoch.

Das Wasser in Glasflaschen ist deutlich länger haltbar. Dafür ist das Gewicht recht hoch, was die Handhabung im Vergleich zu Plastikflaschen unpraktischer macht.

Leitungswasser in Kanistern

Wenn dein Leitungswasser nachweislich eine gute Qualität hat, kannst du dieses in Kanistern einlagern.

Bei dieser Vorgehensweise musst du allerdings einige Punkte beachten:

  • Verwende ausschließlich speziell für die Lagerung von Wasser geeignete Kanister. Diese sind lebensmittelecht und BPA-frei.
  • Arbeite bei der Abfüllung des Wassers hygienisch um das Wasser nicht zu verunreinigen.
  • Verwende Wasserkonservierungstabletten wie Micropur Classic um das Leitungswasser für sechs Monate haltbar zu machen.
  • Lagere die Kanister an einem kühlen und dunklen Ort.

Tipp: Wenn du dein Leitungswasser aus einem eigenen Brunnen beziehst, solltest du die Qualität des Wassers regelmäßig von einem Hygiene-Institut kontrollieren lassen.

Leitungswasser ist für manche Zwecke besser geeignet als Mineralwasser, z. B. beim Kochen, für deinen Kaffee oder Tee oder für die Körperpflege.

Aus unserer Erfahrung hat sich eine Kombination aus fertig abgepackten Mineralwasser-Flaschen und Leitungswasser in Kanistern bewährt.

Das Mineralwasser verwenden wir ausschließlich zum Trinken. Das Wasser aus den Kanistern trinken wir natürlich auch, aber verwenden es in erster Linie zum Kochen, Abwaschen oder für die Körperhygiene.

Mehr zum Aufbau eines Wasservorrats liest du hier: Wasservorrat: 4 Tipps, damit du im Notfall ausreichend Wasser hast.

Wie lange Leitungswasser im Kanister haltbar ist, kannst du in diesem Artikel nachlesen: Erfahrungsbericht: Wie lange ist Leitungswasser haltbar?

Wasserbeutel als platzsparende Alternative

Die Lagerung eines Wasser-Notvorrats erfordert durchaus viel Platz

Das ist vor allem dann eine Herausforderung, wenn in deinem Haushalt mehrere Personen leben und du nur begrenzt freien Raum verfügbar hast.

Hier können dir Wasserbeutel eine Lösung bieten. Im unbefüllten Zustand nehmen diese kaum Platz ein. Bei Bedarf kannst du diese aktivieren und mit Wasser auffüllen.

Wasserbeutel sind praktisch in der Anwendung und platzsparend in der Aufbewahrung.

So kannst du deinen Vorrat an Wasserflaschen und -kanistern reduzieren. Erst im Falle einer Krisensituation füllst du die Wasserbeutel mit Wasser auf.

Mehr über platzsparende Lagerungsmöglichkeiten von Wasser erfährst du hier: Wasservorrat: 4 wirksame Ideen für dich, um Trinkwasser platzsparend zu lagern.

Unser Fazit

Wasser ist eine kostbare und lebenswichtige Ressource für uns. Bereits wenige Stunden ohne ausreichend Wasser zeigt unser Körper erste Krankheitssymptome. Wir verlieren schnell an Leistungsfähigkeit.

Obwohl die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in Mitteleuropa auf sehr hohem Niveau ist, kann es zu Störungen kommen. Das kann soweit führen, dass wir selbst das Wasser reinigen und aufbereiten müssen.

Aus unserer Sicht ist es daher unerlässlich über die im Wasser lauernden Gefahren bescheid zu wissen. Das Trinken von verunreinigtem Wasser führt zu gesundheitlichen Problemen. Meist kommt es zu Magen-Darm-Problemen. Im schlimmsten Fall kann es auch zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen.

Daher gehören Wasserfilter und Wasseraufbereitungstabletten jedenfalls in deine Ausrüstung.

Darüber hinaus ist ein für 14 Tage ausreichender Vorrat an sauberem Trinkwasser die Basis jeder Krisenvorsorge. Neben fertig abgepacktem Mineralwasser eignen sich auch spezielle Wasserkanister mit Leitungswasser.

Ein entsprechender Notvorrat an Wasser kostet verhältnismäßig wenig, ist aber unverzichtbar. Hier darfst du auf keinen Fall sparen.

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