Wasservorrat: 4 Tipps, damit du im Notfall ausreichend Wasser hast

Du drehst den Wasserhahn auf und es kommt kein Tropfen raus. Ein reales Horror-Szenario. Erfahre, wie du dir einen Wasservorrat zur Krisenvorsorge aufbaust.

Im Krisenfall ist ein Wasservorrat essentiell. So kannst du vorsorgen ... © Pixabay I 3345408
Im Krisenfall ist ein Wasservorrat essentiell. So kannst du vorsorgen … © Pixabay I 3345408

Es ist für uns selbstverständlich, dass wir zu jeder Zeit frisches Wasser aus unseren Leitungen bekommen. Sei es, um unseren Durst zu stillen, bei der täglichen Dusche, bei der Zubereitung unseres Mittagessens, beim Waschen der Wäsche oder bei der Toilettenspülung. Im Falle eines Blackouts ist die Versorgung mit Wasser nicht mehr sichergestellt und wird in weiten Teilen des Landes zusammenbrechen.

1. Frage bei deinem regionalen Wasserversorger nach

Wie so vieles andere, ist auch die Wasserversorgung von elektrischem Strom abhängig. Im Falle eines Stromausfalls können die Pumpen und Aufbereitungsanlagen (z.B. UV-Desinfektionsanlagen) nicht mehr arbeiten und die Versorgung mit Wasser kommt zum Erliegen. Je nach Region kann das unterschiedlich sein. Möglicherweise hat dein Wasserversorger seine Anlagen mit Notstromaggregaten abgesichert und ist für einen Stromausfall gerüstet. Oder du lebst in tiefer gelegenen Gebieten, wo das Wasser aufgrund von natürlichem Gefälle herantransportiert wird. Wohnst du in der Stadt und insbesondere in einem Hochhaus, wirst du bei einem Blackout mit großer Sicherheit nicht mit Wasser versorgt werden.

Damit du hier Klarheit hast, empfehlen wir dir dich bei deiner Gemeinde oder deinem regionalen Wasserversorger zu erkundigen. Frage nach, ob und wie lange im Falle eines Blackouts die Wasserversorgung sichergestellt ist.

2. Stelle deine Eigenversorgung mit Wasser sicher

Wir raten jedenfalls einen entsprechenden Wasservorrat für zumindest zwei Wochen einzulagern. Bereits nach wenigen Stunden ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr zeigen sich bei uns erste Folgen – typisch sind Kopfschmerzen, gefolgt von verringerter Leistungsfähigkeit. In weiterer Folge kann zu wenig Flüssigkeit auch zu Verstopfung führen. Gerade im Krisenfall kann man darauf verzichten. Du solltest wissen, dass ein gesunder Mensch in der Regel nur drei bis vier Tage ohne Wasser überleben kann.

Pro Person empfehlen wir drei Liter Wasser pro Tag zu bevorraten. Mit dieser Menge ist die täglich notwendige Flüssigkeitszufuhr abgedeckt und du bleibst leistungsfähig. Berücksichtige auch unbedingt deine Haustiere – auch sie benötigen ausreichend Flüssigkeit. Für eine dreiköpfige Familie sind das 126 Liter an Wasser zur Krisenvorsorge. Das entspricht 14 Sixpacks Mineralwasser (ein Sixpack = 9 Liter). Zugegeben, soviel Platz, um das dauerhaft zu lagern, fehlt wahrscheinlich den meisten Menschen. Wir zeigen Euch dazu weiter unten platzsparende Alternativen, wie Wasserbeutel und Faltkanister.

Lagere deinen Wasservorrat übrigens an einem dunklen und wenn möglich kühlen Ort, damit es möglichst lange haltbar ist. Bei der Verwendung von Glasflaschen ist das Wasser nahezu unbegrenzt haltbar. Nicht ganz so ist es bei Plastikflaschen – hier kann es nach einigen Monaten zu einer Geschmacksveränderung kommen. Eine Beeinträchtigung der Gesundheit besteht aber nicht.

3. Konserviere Leitungswasser

Mineralwasser ist nicht für alle Zwecke die ideale Wahl – zum Kochen, für die Hygiene oder für deinen Kaffee ist Leitungswasser besser geeignet. Zudem ist die Lagerung auch platzintensiv. Daher empfehlen wir dir entsprechende Mengen an Leitungswasser zu konservieren. Damit Leitungswasser auch bis zu sechs Monate haltbar und frisch ist, muss es konserviert werden. Am besten verwendest du dazu Micropur Classic*. Eine 100 ml Flasche Micropur Classic ist für 1000 Liter Wasser ausreichend. Das Mittel ist auch in Form von Tabletten erhältlich*, damit ist es vor allem bei kleineren Mengen leichter dosierbar.

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Des Weiteren benötigst du geeignete Aufbewahrungsmittel. Eine gute Möglichkeit um Wasser einzulagern sind Wasserkanister aus Kunststoff. Achte darauf, dass diese lebensmittelecht und BPA-frei sind, damit keine Schadstoffe ans eingelagerte Wasser abgegeben werden können und sich der Geschmack nicht verändert. Die Kanister werden in unterschiedlichen Größen angeboten – wir raten zu 10 bis max. 20 Liter Füllmenge, weil diese noch angenehm zu transportieren sind. Unsere Empfehlung ist der Wasserkanister von Relaxdays.* Diesen gibt es in vier praktischen Größen: 10, 15, 20 und 25 Liter.

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Unser Tipp: Eine platzsparende und praktische Alternative sind Wasserbeutel. Diese kannst du im unbefüllten Zustand sehr klein zusammenlegen und im Krisenfall aktivieren. Bei einem längerfristigen Stromausfall ist es in vielen Regionen so, dass die Wasserpumpen danach noch ca. drei bis vier Stunden laufen und dir daher Leitungswasser zur Verfügung steht. In dieser Zeit kannst du die Beutel befüllen. Um auf der sicheren Seite zu sein, erkundige dich bei deiner zuständigen Gemeinde oder deinem lokalen Wasserversorger.

Wir haben uns die Wasserbeutel der Marke Superfind24 näher angesehen und ausgiebig getestet. Die Wasserbeutel sind hochwertig verarbeitet, einfach in der Anwendung und erfüllen ihren Zweck. Im Vergleich zu herkömmlichen Wasserkanistern sind Wasserbeutel dazu deutlich kostengünstiger.

Die Beutel gibt es in verschiedenen Größen zwischen 7 und 220 Liter. Am praktischsten erscheinen uns die Wasserbeutel mit 15 Liter Fassungsvermögen*. Diese sind in der Anwendung sowohl beim Befüllen, als auch bei der Entnahme des Wassers noch gut zu handhaben.

Wasserbeutel sind sehr stabil und einfach in der Handhabung

4. Wasser aus natürlichen Vorkommen

Die Wasserversorgung ist zusammengebrochen und du hast keinen Wasservorrat angelegt? Noch kein Grund zur Panik. Denn du hast die Möglichkeit, natürliche Wasservorkommen anzuzapfen – Seen, Flüsse, Bäche, Quellen oder Regenwasser. Auch wenn das Wasser klar und sauber aussieht, ist eine entsprechende Aufbereitung unbedingt erforderlich, da du dir sonst Krankheiten und Durchfall einfängst.

Die einfachste Methode ist das Abkochen. Bei einem länger andauernden Stromausfall oder falls du in der Natur unterwegs bist, ist auch das eine Herausforderung. Bei klarem Quellwasser empfehlen wir dir die Verwendung von Micropur Forte*. Dadurch wird das Wasser desinfiziert und ist anschließend frei von jeglichen Krankheitserregern. Du kannst es somit bedenkenlos trinken. Ist das Wasser allerdings getrübt, muss es mit einem Wasserfilter* vorbehandelt werden.

Wenn du dich auf Wassersuche begibst, können dir faltbare Kanister* einen wertvollen Dienst erweisen. Diese können im leeren Zustand sehr platzsparend gelagert werden und auch im Rucksack benötigen sie kaum Platz. Ideal also für den Krisenfall. Beachten musst du, dass diese im Vergleich zu festen Kanistern etwas weniger stabil sind. Weitere Informationen zur Wasseraufbereitung für unterwegs, findest du in diesem Artikel.

⚡️Faltbare Kanister sind ideal für den Rucksack*⚡️

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Inside: Unsere Strategie zur Wasserbevorratung

Um dir ein besseres Verständnis zu vermitteln, erklären wir dir, wie wir unseren Wasservorrat organisieren.

  1. Prickelndes Mineralwasser in Plastikflaschen
    Die Basis unseres Wasservorrats bildet Mineralwasser abgepackt in Plastikflaschen. Dieses rotieren wir regelmäßig durch und achten darauf, dass keine Flasche älter als sechs Monate ist. Wir trinken immer die ältesten Flaschen und ersetzen die verbrauchten beim nächsten Einkauf durch neue.
  2. Leitungswasser in Wasserkanistern
    Unser Leitungswasser hat zwar nachweislich eine gute Qualität, aber weil wir kein Risiko eingehen wollen, verwenden wir Micropur Classic*, um es haltbar zu machen. Nach sechs Monaten ersetzen wir das Wasser in den Kanistern durch Frisches.
  3. Wasserbeutel
    Die Wasserbeutel* sind platzsparend eingelagert und werden wir zu Beginn eines Stromausfalls mit Leitungswasser auffüllen. Bei uns sind die Gegebenheiten so, dass in den ersten Stunden nach einem Stromausfall noch Wasser aus den Leitungen kommen wird. Wir haben dazu Wasserbeutel in unterschiedlichen Größen in unserem Vorrat – von 7 bis zu 220 Liter.

Mit dem in den Plastikflaschen und Wasserkanistern gelagerten Wasser kommen wir 14 Tage über die Runden. Die Wasserbeutel, die wir bei Eintreten des Stromausfalls befüllen, sehen wir in erster Linie als zusätzliche Sicherheit. Sollte aus irgendeinem Grund doch kein (trinkbares) Wasser aus der Leitung kommen, haben wir dennoch für 14 Tage Wasser bevorratet. Einen Wasserfilter haben wir aktuell noch nicht in unserer Ausrüstung, dieser steht aber bereits auf der Einkaufsliste.

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Andy

Andreas

Hallo, ich bin Andreas! Im Dezember 2020 bin ich Papa geworden. Seitdem hat sich Vieles für mich verändert. Krisenvorsorge ist mir für meine Familie wichtig. Hier auf unserem 👉 Blog teile ich mein Wissen zum Thema mit Euch. Mehr über uns erfährt Ihr 👉 hier.

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