Wasserbeutel sind eine platzsparende und günstige Möglichkeit zur Lagerung von Wasser. Wir haben diese intensiv getestet. Erfahre, ob sie auch für dich geeignet sind.
Die Bevorratung von Wasser ist eines der wichtigsten Themen, wenn es um Krisenvorsorge geht.
Bereits nach wenigen Stunden ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr beginnt die Leistungsfähigkeit zu sinken und nach drei bis vier Tagen ohne Flüssigkeit ist ein erwachsener Mensch nicht mehr überlebensfähig.
Wir empfehlen, dass du pro Person mindestens drei Liter Wasser pro Tag für 14 Tage einlagerst. Als dreiköpfige Familie benötigst du demnach 126 Liter Wasser. Damit du dir das vorstellen kannst – das sind 14 Sixpacks an 1,5 Liter Flaschen. Eine ganze Menge, die auch viel Platz benötigt.
Erfahre in diesem Artikel, wie sich die Wasserbeutel im täglichen Einsatz bewähren und was du dabei beachten musst.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Anzeige, das heißt wir wurden dafür vergütet, um über ein bestimmtes Produkt oder Unternehmen zu schreiben.
Inhaltsverzeichnis
ToggleWasserbeutel: Die platzsparende Alternative zur Wasserbevorratung
Eine Alternative, die sehr platzsparend ist, sind Wasserbeutel. Diese benötigen unbefüllt kaum Platz.
In den ersten Stunden eines Blackouts wird die örtliche Wasserversorgung größtenteils noch funktionieren (frage dazu am besten bei deinem örtlichen Wasserversorger nach). Diese Zeit kannst du nutzen, um deine Wasserbeutel mit Trinkwasser zu befüllen.
Natürlich kannst du auch schon vor Eintreten des Krisenfalls deine Beutel mit Wasser auffüllen und einlagern.
In diesem Artikel haben wir uns die Wasserbeutel der Marke Superfind24 näher angesehen und in der Praxis getestet.
Neben dem Auffüllen und Entnehmen des Wassers werden wir vor allem die Stabilität prüfen und der Frage nachgehen, wie die Beutel am besten gelagert werden können. Auch werden wir klären, wie lange das Wasser in den Beuteln haltbar ist und ob diese wiederverwendet werden können.
Lies weiter und erfahre, ob auch für dich Wasserbeutel zur Lagerung von Wasser interessant sind.
Was zeichnet die Wasserbeutel aus?
Was unterscheidet Wasserbeutel von herkömmlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten wie Kanister oder Flaschen?
Wir sehen hier zwei wesentliche Aspekte, mit denen die Beutel überzeugen können:
Kostengünstig
Wasserbeutel sind im Vergleich zu Wasserkanistern wesentlich billiger.
Im Detail:
Ein 10er Pack 30 Liter Wasserbeutel kostet aktuell etwa 40 Euro. Damit kannst du 300 Liter Wasser bevorraten. Pro Liter macht das 13,33 Cent.
Ein 4er Pack 10 Liter Wasserkanister (BPA frei und lebensmittelecht) kommt auf 20 Euro. Pro Liter sind wir damit auf 50 Cent, also knapp dem Vierfachen gegenüber Wasserbeutel.
Faltbare Wasserkanister schneiden übrigens noch schlechter ab – hier kommen wir auf einen Preis von etwa 1 Euro je Liter.
Platzsparend
Im unbenutzten Zustand benötigen die Wasserbeutel so gut wie keinen Platz. Sogar weniger als faltbare Wasserkanister.
Du kannst daher ohne Platz zu verschwenden, eine große Anzahl an Beuteln für den Notfall lagern. Vor allem, wenn du nur begrenzten Raum zur Verfügung hast, ein äußerst wichtiger Punkt.
Auspacken und erster Eindruck
Wir haben ein Paket mit allen verfügbaren Größen bekommen.
Die Wasserbeutel von Superfind24 gibt es in vier unterschiedlichen Größen:
- 7 Liter
- 15 Liter
- 30 Liter
- 220 Liter
Die Beutel sind tadellos verarbeitet und wirken qualitativ sehr hochwertig.
Sie bestehen grundsätzlich aus zwei Lagen – innen aus einer lebensmittelechten BPA freien Folie und außen aus einer Verbundfolie, die dem Lichtschutz dient und damit der Algenbildung vorbeugt.
Das Material ist dünn, aber extrem reißfest und widerstandsfähig.
Auffallend ist, dass die Dicke des Materials mit der Größe der Wasserbeutel zunimmt. So wirkt der 30 Liter Beutel stabiler als der mit 7 Litern Fassungsvermögen.
Das Ventil, aus dem das Wasser aus dem Beutel entnommen wird, hat aus unserer Sicht eine hohe Qualität und sollte lange funktionieren.
Vor der erstmaligen Verwendung haben wir den Geruch der Beutel geprüft. Es ist ein ganz leichter, etwas chemischer Geruch wahrnehmbar. Aus unserer Sicht unbedenklich.
Wir haben auch ohne den Wasserbeutel auszuwaschen, direkt Wasser eingefüllt und eine Woche gelagert. Anschließend konnten wir bei einer Verkostung des Wassers keine Geschmacksveränderung wahrnehmen.
Wie werden die Wasserbeutel verwendet?
Das Auffüllen machst du am besten mit dem Duschschlauch in der Badewanne oder der Dusche.
Den kleinen Beutel mit 7 Liter kannst du aufgrund seiner handlichen Abmessungen auch im Waschbecken auffüllen.
Für die 30 Liter Beutel empfehlen wir dir, diese vor dem Füllen in einen Wäschekorb oder eine Kiste zu geben und sie anschließend dort aufzufüllen. Der aufgefüllte 30 Liter Wasserbeutel ist schon recht schwer und mit einem Korb oder einer Kiste tust du dir wesentlich leichter, diesen zu transportieren.
Achte auch darauf, dass du den Beutel vollständig mit Wasser befüllst und keine Luft miteingeschlossen wird. Auf diese Weise ist das Wasser länger im Beutel haltbar.
Die Wasserentnahme erfolgt mit dem mitgelieferten Ventil, welches in die Öffnung am Wasserbeutel eingesetzt wird.
Am einfachsten funktioniert das, wenn du den Beutel an die Tischkante legst. Dadurch kannst du unter das Ventil ein Glas bzw. das Behältnis halten und das Wasser entnehmen.
Wie können die Wasserbeutel gelagert werden?
Bei der Lagerung der gefüllten Beutel hast du einige Möglichkeiten:
- In Kisten, Wäschekörben oder Bananen-Kartons
- Unter dem Bett nebeneinander liegend
- Auf einem Regal im Keller, in der Garage oder der Wohnung
Du kannst zwei befüllte Beutel auch übereinander stapeln. Mehr als zwei empfehlen wir nicht, weil ansonsten der Druck auf den untersten Beutel sehr hoch wird und möglicherweise das Ventil undicht werden könnte.
Wie stabil sind die Wasserbeutel?
Bei unseren Tests haben sich die Beutel trotz intensiver Beanspruchung sehr stabil gezeigt und wir haben keine Undichtigkeiten festgestellt. Das Material ist absolut reißfest.
Einzig bei der Öffnung, wo das Ventil eingesetzt wird, könnte eine mögliche Bruchstelle entstehen, solltest du das Ventil öfters ohne Bedacht rausziehen. Wir empfehlen hier mit Gefühl vorzugehen, wenn du das Ventil entfernst (ist nur bei einer Befüllung erforderlich).
Auch von anderen Anwendern der Superfind24 Wasserbeutel wird berichtet, das sie auch nach mehrmaliger Verwendung absolut dicht sind.
Wie lange ist das Wasser in den Beuteln haltbar?
Hast du vor, das Wasser über einen längeren Zeitraum zu lagern, dann empfehlen wir dir, Mittel zur Wasserentkeimung zuzusetzen.
Bei sauberem Wasser reicht Micropur Classic zur Wasserkonservierung aus. Damit wird das Wasser bis zu sechs Monaten haltbar. Anschließend solltest du es verbrauchen und die Wasserbeutel neu befüllen.
Bist du dir über den Zustand des Wassers hingegen nicht sicher, verwende Micropur Forte. Das Wasser wird mit Micropur Forte zusätzlich desinfiziert (mit Chlor, dadurch auch Chlorgeschmack) und ist wie bei Micropur Classic anschließend sechs Monate bedenkenlos haltbar.
Können die Wasserbeutel wiederverwendet werden?
Grundsätzlich sind die Beutel wiederverwendbar. Wie bei unseren Tests festgestellt, sind sie stabil und halten einiges aus, ohne dabei undicht zu werden.
Möchtest du die Wasserbeutel nach der Verwendung wieder im unbefüllten Zustand einlagern, musst du sie komplett entleeren und gut trocknen. Das ist eine gewisse Herausforderung.
Wir empfehlen folgende Vorgehensweise:
- Wasserbeutel komplett entleeren.
- Ventil entfernen und einige Male mit der Öffnung nach unten ausschütteln, damit noch überschüssiges Wasser durch die Öffnung geht.
- Den Beutel mit der Öffnung nach unten für einige Zeit aufhängen. Achte dabei, dass die Lagen nicht zusammenstehen, damit Luft in den Beutel kommen kann.
- Prüfe alle paar Stunden, ob noch Feuchtigkeit im Inneren des Beutels ist und schüttle ihn immer wieder aus.
Wichtig ist auch, dass vorher keimfreies Wasser im Beutel enthalten war.
Falls nicht, verwende am besten Micropur Forte, um das Wasser zu desinfizieren.
Unser Fazit
Die Wasserbeutel von Superfind24 haben uns überzeugt.
Die Qualität ist sehr gut und wir hatten zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass etwas kaputt oder undicht werden könnte.
Wir werden die Beutel auf jeden Fall ohne Bedenken mit Leitungswasser befüllen und bei uns im Haus einlagern.
Neben der platzsparenden Aufbewahrung ist für uns das Preis- / Leistungsverhältnis unschlagbar.
Wir werden einige Beutel direkt mit Wasser befüllen und bevorraten. Zusätzlich werden wir unbefüllte Wasserbeutel einlagern, die wir erst im Notfall mit Wasser auffüllen.
Aus Platzgründen können wir das nicht vorher machen und in unserer Region sollten wir bei einem Stromausfall noch einige Stunden Wasser haben. Dadurch haben wir die Gelegenheit, die Beutel erst bei Bedarf aufzufüllen.
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Holprig startete er mit seiner Frau Marina schließlich in die eigene Krisenvorsorge.
Gemeinsam betreiben sie Krisenchecker nun als Lernende. Sie helfen damit anderen Familien mit Krisenvorsorge zu beginnen bzw. zu vertiefen.
Andreas hat Technische Informatik studiert und arbeitet seit 2001 im Bereich Software-Testing. Qualitätsbewusstsein und ein kritischer Blick sind wichtig für sein tägliches Tun.
Deshalb ist er auch hier im Blog für die harten Fakten zuständig: Er stellt Produkte für die Krisenvorsorge auf den Prüfstand, testet und vergleicht sie.
Hier erfährst du mehr über Marina & Andreas. Übrigens: Es gibt auch einen Krisenchecker-Newsletter. Abonniere ihn und lade dir unser E-Book mit hilfreichen Insights und Tipps herunter👋😎.
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