Grundausstattung: So bist du im Krisenfall möglichst gut vorbereitet

Vom Essen bis zum Geld: Wenn alles finster bleibt, bleiben viele Dinge auf der Strecke. Erfahre, welche Güter in deiner Krisen-Grundausstattung nicht fehlen dürfen.

Wie kannst du vorsorgen, wenn das Licht ausgeht? Lies hier, was du unbedingt als Grundausstattung zuhause haben solltest. © Pixabay I schottnerballa
Wie kannst du vorsorgen, wenn das Licht ausgeht? Lies hier, was du unbedingt als Grundausstattung zuhause haben solltest. © Pixabay I schottnerballa

Wir alle kennen es: Beim Einkaufen denken wir nur bis zum nächsten Abendessen, in der Geldtasche ist außer der Bankomatkarte kein Bargeld und zuhause haben wir eine Taschenlampe mit leeren Batterien. Nicht sehr hilfreich für einen Krisenfall.

Plane deine Grundausstattung

Zur Erinnerung – in einem Blackout steht unsere Welt schlagartig still. Den Lebensmitteleinkauf oder den Grillkohlevorrat (Tipp: So könnt ihr auch ohne Strom Speisen wärmen) solltet ihr also tunlichst vorher erledigen. Es ist unerlässlich, dass wir uns gezielt auf den Ernstfall vorbereiten, um eine längere Zeit autark zu überleben.

Doch genau diese Vorbereitung fällt uns schwer, weil wir es bisher nicht gewohnt waren. Wir kennen es nicht. Aber wir müssen uns damit auseinandersetzen: und zwar persönlich und individuell. Die Gewohnheiten unseres Alltags bilden die Basis. Frage dich am besten selbst „Welche Dinge brauche ich für einen zweiwöchigen Campingurlaub?“.

Ernährung: Das musst du wissen

Wenn du mit Lebensmitteln gut versorgt bist, ist das im Krisenfall schon die halbe Miete. Damit unser Körper auch in solch einer Ausnahmesituation funktioniert, muss die Ernährung nämlich ausgewogen sein. So beugst du auch Mangelerscheinungen vor.

Die Menge deines Vorrats ist abhängig von der Familiengröße und deren jeweiligen Bedürfnissen wie zum Beispiel Babys, Menschen mit Unverträglichkeiten, Diabetikern oder Vegetariern. Essenziell ist die Versorgung mit Trinkwasser. Rechne hier pro Person und Tag mindestens zwei Liter Wasser ein.

Wenn du deine Speisekammer aufgerüstet hast ist es wichtig, dass du ein Auge auf die Ablaufdaten der Lebensmittel hast. Lebensmittelverschwendung ist nicht nachhaltig. Im tatsächlichen Krisenfall wäre es zudem fatal, wenn die Waren verdorben und nicht mehr genießbar sind. Doch was brauchst du tatsächlich? Brot, Honig, Hartkäse: Als Richtschnur für einen 14-tägigen Vorrat an Lebensmitteln, bietet das Österreichische Rote Kreuz eine hilfreiche Checkliste an.

Mit einem Griller oder Campingkocher machst du dein Essen warm. Denke an ausreichend Gaskutschen bzw. Kohle. Hilfreich sind zudem feuerfeste Kochutensilien, wie zum Beispiel ein spezieller gusseiserner Topf. Unbedingt auf deine Einkaufsliste gehören auch Wasserkanister zur Verwahrung von Trink- oder Brauchwasser.

Kommunikation: Investiere in ein Kurbelradio

Im Falle eines großflächigen Stromausfalls können wir Informationen nur mehr über das Radio empfangen. In Österreich sind die Sendestandorte des ORF für 72 Stunden notstromversorgt. Der Sender Ö3 informiert in der Krise und publiziert Anordnungen der Behörden.

Für diesen Ernstfall empfehlen wir Kurbelradios. Diese funktionieren ohne Batterien. Damit bist du auf der sicheren Seite und kannst in jedem Fall die wichtigen Nachrichten der Behörden empfangen.

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Alternativ kannst du auch batteriebetriebene Radios verwenden. Achte dabei unbedingt auf einen ausreichend großen Vorrat an hochwertigen Batterien. Besitzt du ein Auto, kannst du natürlich auch das Autoradio benutzen, weil dieses aufgrund der Autobatterie funktioniert. Beachte: Hier musst du allerdings im Auto sein, um Nachrichten hören zu können und bist nicht ortsunabhängig.

Denke auch daran, dass solche Extremsituationen gemeinschaftlich leichter zu bewältigen sind. Plant daher bereits im Vorfeld, wie ihr abseits der üblichen Kommunikationswege mit euren Familienmitgliedern oder Freunden in Kontakt treten könnt. Macht euch zum Beispiel bestimmte Treffpunkte aus.

Beleuchtung: Stirnlampen sind die beste Wahl

Das Licht geht aus und alles ist finster – ein sicheres Anzeichen, dass der Strom weg ist. Das kennen wir auch von den kurzfristigen Stromausfällen, die es immer wieder mal gibt. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind die Nächte lang und wir sitzen überwiegend im Dunkeln.

Damit du darauf vorbereitet bist, raten wir zu Stirnlampen. Der Vorteil im Vergleich zu einer Taschenlampe ist, dass damit die Hände frei sind und du daher beweglicher bist. Für jede Person im Haushalt solltest du eine Stirnlampe vorsehen.

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Um die Abhängigkeit zu Batterien zu reduzieren, kannst du auf Lampen mit Kurbelantrieb setzen. Mittels eines Kurbelantriebs werden die eingebauten Akkus dieser Lampen aufgeladen. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausbauformen – als normale Taschenlampe bis hin zur Laterne für die Grundbeleuchtung der wichtigsten Räume.

Zur Sicherheit solltest du auch herkömmliche Kerzen – besser aber spezielle Sicherheitskerzen – und Anzünder auf Vorrat haben. Diese kannst du verwenden, falls die Batterien leer sind. Achte dabei auf die erhöhte Brandgefahr. In Hinblick auf Anzünder ist es praktisch, auch auf eine wasser- und windfeste Alternative zu setzen. Wir empfehlen euch hier Feuerstahl von Blackgear* zu verwenden.

Wenn Ihr mehr zum Thema Beleuchtung ohne Strom wissen wollt, klickt hier.

Medikamente: Fülle deine Hausapotheke

Die medizinische Versorgung ist im Falle eines Blackouts nicht mehr gegeben. Apotheken sind geschlossen und medizinisches Personal ist nicht mehr erreichbar.

Wie du dich auf diese Situation am besten vorbereitest und was alles in deine Hausapotheke gehört, haben wir in einem eigenen Artikel für dich zusammengefasst.

Wärme: Sorge mit Schlafsäcken vor

Ohne Strom fallen die meisten Heizungen aus. In der kalten Jahreszeit werden die Häuser und Wohnungen schnell auskühlen. Dazu kommt, dass wir uns im Blackout nahezu ausschließlich in unseren eigenen vier Wänden ohne viel Bewegung aufhalten.

Neben ausreichend warmer Kleidung und Decken empfehlen wir dir daher, hochwertige Schlafsäcke für jedes Familienmitglied in deine Grundausstattung mitaufzunehmen. Besonders wenn in deinem Haushalt kleine Kinder oder besonders schützenswerte Personen leben, musst du unbedingt darauf achten, dass diese Menschen warmgehalten werden.

Hygiene: Feuchttücher und Müllsäcke sind Trumpf

Neben der Trinkwasserversorgung fällt auch der größte Teil der Abwasserentsorgung ohne Strom aus. Die tägliche Dusche entfällt, der Geschirrspüler steht still und auch die Toilettenspülung funktioniert nicht mehr. Für letzteres kannst du dir übrigens Toilettenbeutel* anschaffen.

Für die Körperpflege ohne Wasser eignen sich in erster Linie Feuchttücher. Wichtig ist auch, dass du genügend Desinfektionstücher* zu Hause hast, um Hände oder Arbeitsflächen in der Küche zu desinfizieren. Gerade in Zeiten, wo kein Wasser zur Verfügung steht und auch kein medizinisches Personal erreichbar ist, kannst du auf Magen- oder Durchfallerkrankungen gut verzichten. Aus der Corona-Pandemie wissen wir auch, dass ausreichend Toilettenpapier im Vorrat nicht fehlen darf.

Während eines länger andauernden Stromausfalls empfehlen wir die Verwendung von Einweggeschirr und -besteck. Das ist zwar alles andere als umweltfreundlich, aber du sparst kostbares Wasser und gehst kein Gesundheitsrisiko wegen nicht sauber gereinigtem Geschirr ein.

Müllsäcke erweisen sich im Krisenfalls als Multitalent. Lagere darin angebrauchte Lebensmittel oder verwende sie als Speicher für Wasser. Hast du keine andere Möglichkeit mehr, kannst du Müllsäcke auch als Nottoilette verwenden. Besorge unbedingt Klebebänder zum sauberen Verschließen der Müllsäcke, denn die Müllentsorgung bricht im Blackout natürlich ebenfalls zusammen.

Finanzen: Bargeld in kleinen Scheinen

Zahlen mit der Bankomatkarte oder gar mit Smartphone oder Apple Watch – ohne Strom funktioniert das nicht mehr. Ohne Bargeld hast du schlechte Karten. Denn vor allem in den ersten Stunden eines Blackouts werden Geschäfte oder kleinere Bauernläden möglicherweise noch geöffnet haben. Die Gelegenheit also, um noch Vorräte zu besorgen. Die Kassensysteme sind aber außer Betrieb und wir sind wieder auf das gute alte Bargeld angewiesen. Schaue dir dazu diesen Artikel an.

Damit du im Krisenfall nicht auf Wechselgeld deines Geschäftspartners angewiesen bist, empfehlen wir ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen aufzubewahren. Hauptsächlich 5- und 10-Euro Scheine, aber auch einige 20- und 50-Euro Scheine.

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Andy

Andreas

Hallo, ich bin Andreas! Im Dezember 2020 bin ich Papa geworden. Seitdem hat sich Vieles für mich verändert. Krisenvorsorge ist mir für meine Familie wichtig. Hier auf unserem 👉 Blog teile ich mein Wissen zum Thema mit Euch. Mehr über uns erfährt Ihr 👉 hier.

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