Gaskrise: 7 Tipps zum Energie sparen im Krisenfall

Deine Heizung funktioniert nicht mehr und deine Wohnung kühlt aus. Wir zeigen dir, wie du Energie sparen und dich warm halten kannst.

Erfahre Tipps, wie du im Krisenfall Energie sparen und dich warm halten kannst © Pixabay I _Thomas Breher
Erfahre Tipps, wie du im Krisenfall Energie sparen und dich warm halten kannst © Pixabay I _Thomas Breher

In dieser Heizsaison kamen – und kommen immer noch – Unsicherheiten und Herausforderungen auf uns zu. Unser Energienetz ist sehr komplex: Fehlt es zum Beispiel an Gas, müssen Gaskraftwerke abgeschaltet werden. Das heißt auch, dass weniger Strom produziert wird und es zu einem Stromproblem kommen kann. Damit steht neben einem möglichen Gasmangel auch ein Blackout im Raum. Falls diese beiden Extremsituationen gleichzeitig auftreten sollten, sind die Auswirkungen weit dramatischer und noch weniger abschätzbar als bei einem jeweiligen Einzelereignis.

Derzeit (12/2002) sollte Analysten zufolge die Gasversorgung in Europa sichergestellt sein. Der noch im Sommer angenommene Gasmangel hat sich im Spätherbst 2022 entschärft. Der Gaspreis ist im Oktober auf den niedrigsten Stand seit Juni 2022 gesunken. Allerdings bleibt die Thematik flankiert von Unsicherheitsfaktoren wie dem Ukraine-Krieg, einem plötzlichen Kälteeinbruch und einer möglichen steigenden Gas-Nachfrage aus Asien. Mehr dazu lest ihr hier. Wir müssen also weiterhin damit rechnen, dass es zu einem Mangel an Gas kommen kann. Diejenigen unter uns, die mit Gas heizen, sind am stärksten betroffen. Es besteht die Gefahr, dass Wohnungen oder Häuser nicht mehr ausreichend beheizt werden können.

Im Moment wird auch die Blackout-Wahrscheinlichkeit von Experten als geringer eingeschätzt, als zunächst für diesen Winter prognostiziert. Als Notfall-Szenario, um Schlimmeres vorzubeugen, gilt gerade ein sogenanntes Brownout. Dabei wird der Strom gezielt abgeschaltet. Damit können Netzbetreiber auf Strom-Engpässe reagieren und das Gleichgewicht im Netz wieder herstellen. Auch wenn diese Prognosen in Summe optimistischer stimmen, gilt es für den Ernstfall vorzusorgen.

In diesem Artikel möchten wir dir Tipps vorstellen, wie du im Fall des Falles dich und deine Wohnung warm halten kannst – und zum Thema Energie zu sparen, um mit weniger Heizenergie auszukommen. Alternativen zur Gasheizung haben wir bereits aufgegriffen und behandelt.

1. Beschränke dich auf so wenige Räume wie möglich

Wenn die Heizung ausgefallen ist und deine Wohnung beginnt auszukühlen, ist es ratsam, sich möglichst nur in einem Raum aufzuhalten. Versuche, diesen auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Es ist einfacher, einen kleinen Raum mit alternativen Notheizungen wie einer Petroleumheizung* oder einer Infrarotheizung* zu temperieren, als gleich die gesamte Wohnung. Am effizientesten ist, wenn du diesen Raum von der übrigen Wohnung gut abtrennen kannst, z.B. mit einer Tür, welche du mit Decken noch zusätzlich isolieren kannst. So bleibt die Heizenergie bestmöglich im gewünschten Raum.

Erfahre, ob eine Infrarotheizung als Notheizung geeignet ist.
Eine Infrarotheizung kann eine mögliche Alternative sein, um nur einen Raum effizient aufzuheizen.

2. Nutze Raffstore oder Rollo richtig

Hast du Raffstore oder Rollos bei deinen Fenstern verbaut? Falls das der Fall ist, hast du bereits gute Voraussetzungen, um Energie sparen zu können. Lasse diese vor allem bei Dunkelheit unten. Damit verbesserst du den Dämmwert und es geht weniger Wärme nach außen verloren.

Tagsüber solltest du zumindest in dem Raum, in dem du dich aufhältst, natürliches Sonnenlicht lassen. Das tut deiner Psyche gerade in der Notsituation gut. Bei Sonnenschein kannst du über die Fenster möglicherweise auch etwas Wärme reinholen. Bei den unbenutzten Räumen lässt du die Rollo am besten den ganzen Tag unten, um die Wärme gut drinnen zu halten.

3. Dichte deine Fenster und Türen gut ab

Bleiben wir bei deinen Fenstern – durch diese kann sehr viel Energie verloren gehen. Vor allem, wenn du ältere Fenster mit schlechtem Wärmedämmwert verbaut hast, empfehlen wir, diese zu prüfen. Neue Dichtungen können den Isolationsgrad der Fenster stark verbessern. Auch die korrekte Einstellung der Fenster führt zu einer besseren Wärmedämmung. Mit ein wenig handwerklichem Geschick bekommst du das selbst hin, ansonsten hole einen Fachmann. Diese Investition lohnt sich auf jeden Fall auch abseits einer Krisensituation, weil du damit Energie sparst und somit weniger Geld ausgeben musst.

Weitere Heizenergie kannst du mit der Verwendung von Thermovorhängen* einsparen. Diese kannst du vor Türen oder Fenster montieren und dienen als innen liegender Wärmeschutz, d.h. du behältst damit mehr Wärme im Raum. Zum Energiesparen ziehst du die Vorhänge bei Einbruch der Dunkelheit zu. Im Krisenfall, wenn die Heizung nicht mehr funktioniert, ziehst du sie bei allen Fenstern zu, um die Wärme drinnen zu behalten. Die beste Wirkung erzielst du, wenn der Vorhang gut am Boden aufsetzt. Dadurch kann weniger Luft hinter den Vorhang gelangen. Achte daher auf eine ausreichende Länge.

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4. Investiere in einen Schlafsack

Falls deine Wohnung bereits stark ausgekühlt ist, weil die Heizung nicht mehr funktioniert oder aber auch das Gas rationiert wird, kann dir ein Schlafsack* sehr wertvolle Dienste erweisen. Dieser hält dich im Schlaf schön warm und du überstehst damit auch ein paar Tage bei niedrigen Temperaturen. Schlaf ist vor allem in Krisensituationen besonders wichtig, damit du dich gut von den Strapazen des Tages erholen und ausreichend Energie nachtanken kannst.

Achte darauf, dass jedes Familienmitglied einen passenden Schlafsack hat. Unabhängig von der aktuell sehr unsicheren Lage empfehlen wir jeder Person einen Schlafsack als Teil seiner Krisenvorsorge zu besitzen.

5. Sorge für die richtige Kleidung

Mit der passenden Kleidung kannst du deine Körperwärme bestmöglich speichern. Dadurch hältst du dich warm und musst den Raum weniger aufheizen. Trage dazu deine Kleidung in mehreren Schichten übereinander (Zwiebelprinzip) – Thermounterwäsche, Pullover aus Wolle oder Fleece, wärmende Thermohosen, Handschuhe, dicke Socken und eine Winterjacke gehören zur Grundausstattung. Vergiss nicht auf eine Mütze, denn die meiste Wärme geht über deinen Kopf verloren.

Normalerweise wirst du die oben genannten Kleidungsstücke im Kleiderschrank haben. Checke am besten trotzdem gleich, ob du für den Winter ausreichend warme Kleidung hast. Denke dabei auch an deine Kleinkinder. Möglicherweise hast du noch nicht alles in der passenden Größe für den kommenden Winter besorgt.

Setze auf den Zwiebellook, damit trägst du mehrere Schichten an Kleidung und bist optimal angezogen, wenn es einmal kälter sein sollte in deinem Zuhause.

6. Bevorrate ausreichend warme Decken

Mit Decken kannst du einerseits natürlich deinen Körper wärmen, indem du dich zudeckst. Andererseits sind Decken auch sehr gut zur Dämmung von Türen oder Fenstern geeignet. So kannst du mittels einer Decke die Außentür oder die zu den unbeheizten Räumen angrenzende Tür zusätzlich isolieren. Oder du befestigst sie direkt vor ein Fenster.

Neben kuscheligen Decken aus Wolle oder Fleece empfehlen wir Rettungsdecken*. Diese halten gut warm, sind äußerst praktisch, weil sie kompakt und platzsparend gelagert werden können und sind sehr preiswert. Eine Rettungsdecke darf darüber hinaus in keinem Fluchtrucksack fehlen und gehört zur Grundausstattung.

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Empfehlenswert sind auch elektrische Heizdecken*. Diese kannst du vor dem Schlafengehen in dein Bett oder deinen Schlafsack legen und aufheizen. Du legst dich damit in ein schönes warmes Bett und sorgst so für einen erholsamen Schlaf. Natürlich kannst du dich damit auch zudecken und wärmen lassen.

Die meisten Modelle haben eine maximale Leistungsaufnahme von 100 bis 120 Watt. Verfügst du über eine Powerstation, kannst du die Decke auch bei einem Stromausfall weiter betreiben. Mit einer mittelgroßen 500 Wh Powerstation kannst du die Heizdecke je nach eingestellter Temperaturstufe für fünf bis acht Stunden verwenden.

7. Baue dir einen Unterschlupf

Wenn du es nicht mehr schaffst, auch nur einen Raum warm zu halten oder du mit deiner zur Verfügung stehenden Heizenergie im Notfall noch sorgsamer umgehen möchtest, dann baue dir in deiner Wohnung eine Art Unterschlupf. Somit verkleinerst du den zu beheizenden Raum noch weiter und kannst weitere Energie sparen. Dazu eignet sich, wenn verfügbar, natürlich ein Zelt. Aber auch ohne Zelt kannst du dir mit zwei oder mehr Tischen einen Unterschlupf bauen und mit Decken abhängen. Alleine durch die Körperwärme lässt es sich auf so engem Raum schon besser aushalten.

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Andy

Andreas

Hallo, ich bin Andreas! Im Dezember 2020 bin ich Papa geworden. Seitdem hat sich Vieles für mich verändert. Krisenvorsorge ist mir für meine Familie wichtig. Hier auf unserem ? Blog teile ich mein Wissen zum Thema mit Euch. Mehr über uns erfährt Ihr ? hier.

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